Der Himmel hat heute ein blasses Blau und die Luft ist trotz der kalten Temperatur nicht schneidend. Ich stehe in der Tür und schaue in den Himmel. Ich schaue einer Möwe hinterher, wie sie so leicht und wunderschön ihre Bahn zieht. Meine geliebten Birken strahlen in der Sonne mit ihren wundervoll weiß braunen Stämmen.
Meine vier Grazien Kaja, Vala, Fortuna und Pony Jenny stehen wie Statuen auf der Weide in der Sonne und geniessen es sichtlich.
Hinter mir höre ich meinen Mann leise singen, er wartet darauf, dass das Wasser für die Pferde langsam in den Eimer pieselt, unser Druckminderer ist schon eine Weile kaputt. Ich muss lächeln, schön singt er nicht.
Irgendwo neben mir krächzt der Fasan seine Hennen an, sie sollen jetzt mitkommen in seinen Schlafbaum.
Womit habe ich soviel Glück verdient, denke ich so oft, wenn ich hier stehe und einfach all die wundervollen Bilder aufnehme.
Wenn mich Fremde besuchen, können sie nicht fassen, dass ich sage Glück, den alles ist alt und eingefallen und zur Zeit auch wieder mal schmudelig. Wenn man seit so langer Zeit mit Schmerzen leben muss, ist man schon glücklich, mal die eine oder andere Ecke sauber zu bekommen. Dafür muss man eben Verständnis haben.
Wir sehen es schon lange nicht mehr so eng, wie wir es als Kinder gelernt haben.
Mit vier Personen in 2 1/2 Zimmern können sie sich auch nicht wirklich vorstellen.
Aber wir lachen darüber mehr, als dass wir uns stören. Es ist so bizar und so oft so wundervoll, das kann ich gar nicht sagen. Ausser wenn ich schlafen will und die Kinder über mir die Bässe aufdrehen *lach*!
Für mich hängt das Glück auch nicht davon ab, dass alles sauber und neu ist. Und Menschen, denen das wichtiger ist als die Seele der Menschen, sind auch nicht mein Fall.

Das Foto ist mit einem Wallpaper unterlegt!